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BOGENEVENT 2010

Bogenevent 2010

Eine stattliche Gruppe von Umlachtaler Bogenschützen besuchte Anfang Oktober die legendären Jagdgründe Tirols und quartierte sich für wenige Tage im Gasthof Strub bei Waidring ein.

Hier Roberts Bericht:

Am 1. Oktober machten sich 13 Umlachtaler Bogenschützen (bzw. 12 Schützen und eine Schützin) auf den Weg ins ferne Ötziland. Treffpunkt war am Schützenhaus ca. 7.45 h – und schon die erste Enttäuschung – die bestellten Butterbrezeln waren nicht fertig. Die drei Ochsenhausener wurden unterwegs eingefangen und so ging es frohen Mutes ins Ungewisse. Kaffeepause an der Raststation, Raucherpause an der ehemaligen Grenzstation und Getränkebunkern in Saalfelden – alles ging flott über die Bühne und schon ging es auffi in Richtung Jufenalm. Auspacken, Gruppen auslosen, einschießen und alle waren in ihrem Element. Die Jufenalm präsentierte sich gewohnt solide – ein kompakter Parcours mit guten Ideen (sieht man mal von der fliegenden Sau ab) schönen Schüssen mit ordentlichen, aber machbaren Distanzen und teilweise herrlichen Aussichten. Als Einstimmung für so ein Event genau das Richtige. Auch Roberts unfreiwilliger Doppelsalto (nicht eingesprungen und ohne Schrauben) konnte die Stimmung nicht trüben. Am Ende des Parcours konnte jeder mal sein Pfeile so richtig fliegen sehen – das Gelände läßt es hier zu, mal zu testen wie weit so ein Pfeil fliegen kann.

Von der Jufenalm ging es direkt in die Unterkunft. Der Gasthof Strub in Waidring war zum Stützpunkt auserkoren. Zimmer belegen, kurz Duschen und mit hungrigen Mägen in die Gaststube. Diese hungrigen Mägen braucht man auch im Anblick eines Strubschnitzels oder eines Grilltelllers (wofür anscheinend jeweils eine halbe Sau verarbeitet wird) oder auch der anderen Spezialitäten des Hauses.

Am nächsten Morgen scharrten schon alle vor dem Frühstücksraum mit den Hufen, bis endlich Einlaß gewährt wurde. Danach ging es unverzüglich wieder auf die Straße. Kirchberg in Tirol war das Ziel. Und wieder hieß es auffi geht’s – zunächst durch Wohngebiete denen man a.) die Nähe zu Kitzbühl und b.) die dicke der Geldbörse der Bewohner deutlich ansah. Da war schon so manche Garage einen Blick wert. Der Lakotaparcours empfängt die Schützen zunächst mit einem kleinen Indianerdorf mit Tipis usw. - Totems und Scalps weisen den Weg. Mit viel Phantasie gestaltet "Eigenbauviecher" geben diesem Parcours einen besonderen Reiz - Moorhühner, Steinböcke, Bienen usw.
Eigentlich ohne Pause geht es danach direkt zum zweiten Parcours in Kirchberg. Dieser völlig neu gestaltete Parcours wartet mit einigen tollen Ideen auf. Das gleicht die noch vorhandenen wenigen "Kinderkrankheiten", wie etwas zu eng gestellt Ziele, mehr als nur aus. Durch einen Tunnel auf einen Fuchs, auf einen Lachs in einem echten Wasserfall, ein Scharfschützenbär usw. – alles in allem ein recht anspruchsvoller Parcours den wir sicher mal wieder besuchen werden.
Das Abendessen stellte wieder dieselben hohen Anforderungen an die Kapazität unsrer Mägen. Aber nach solchen Leistungen ist der riesen Hunger vorprogrammiert. Dieser kann sich natürlich noch extrem steigern wie unser Dieter erfahren musste. (Hat da einer in der Küche evtl. nachgeholfen?) Naja irgendwann wurde auch der Dieter satt.
Am Sonntag war autofreier Tag. D.h. wir blieben in Waidring wo ja auch 2 tolle Parcours auf uns warteten. Gleich nach dem Frühstück ein etwas steilerer und felsiger Parcours, aber mit toll gestellten Zielen – einer der tollsten Schüsse: auf einen Bison, ca. 60 m steil bergab von einem nur ca. 1 qm großen Plateau. Und wer noch nicht genug hatte der konnte sich nachmittags noch auf dem roten Parcours austoben. Eine richtige Urwaldlandschaft wartete hier auf die Schützen. In der goldenen Herbstsonne wurde diese Landschaft zu einem noch tolleren Erlebnis. Eine Schneeziege in einer wildromantischen Wasserfall-Landschaft, oder ein (wahrscheinlich der Fa. Haribo entlaufener) Bär in einer gefühlten Entfernung von mindestens – wenn nicht noch mehr. Also ich persönlich habe diesen Nachmittag mit seiner tollen herbstlichen Atmosphäre, seiner Ruhe und seinen tollen Schüssen am meisten genossen.

Abends hatte wieder jeder die Qual der Wahl – was darf es denn dieses Mal sein aus der guten Küche? Also ehrlich, so große Palatschinken habe ich noch nie gesehen.
Am anderen Morgen hieß es Abschied nehmen von Waidring – doch bevor wir den endgültigen Heimweg antraten, machten wir noch einen Abstecher in Kössen. Nochmals 32 Tiere galt es zu erlegen und das recht anspruchsvoll. Danach machten sich die 13 Schützen (m/w) auf den Heimweg.
Ich denke, dieses Bogenevent 2010 wird allen die dabei waren noch lange im Gedächtnis bleiben. Es bleibt zu hoffen, dass doch auch ein gewisser Trainingseffekt erzielt wurde. Aber nur unter solchen Bedingungen lässt es sich wirklich auf die weiteren Turniere vorbereiten.
Der Begeisterung einzelner Schützen nach wird sich wohl auch nächstes Jahr wieder ein Trupp unerschrockener Umlachtaler Bogenschützen auf den Weg in ferne Gefilde machen, um getreu dem Motto 3D (drunter, drüber und daneben) irgendwelchen Viechern die Pfeile um die Ohren zu hauen.
Und hier die bebilderte Druckversion zum Download [249 KB]